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Um diesen Kurs in seiner Vollkommenheit zu beschreiben, benötigt es wohl ein eigenes Buch. Ich versuche daher, mich auf einige Details zu beschränken, um Ihnen trotzdem einen Zugang zu ihm zu vermitteln.

Was muss das für ein Kurs gewesen sein, der – wie die Kursteilnehmer übereinstimmend sagen – von einem Meister unterrichtet worden ist? Obwohl es sich für ihn um den ersten Leistungskurs Geschichte handelte.

Das Können der LK-Teilnehmer geht weit über das Fach Geschichte hinaus. Ob es nun so ist, dass sie eine gemeinsame Mannschaft für das wohl bedeutendste Fußball-Weihnachts-Turnier Angelns aufstellen und dies auch noch glorreich gewinnen, oder die Eigenschaft sich auch während des Unterrichts durch die „Titanic“ über aktuelle Politik zu informieren und gleichzeitig zutiefst in der zu behandelnden Epoche stecken. Und dies bei durchweg guten mündlichen Beiträgen!? Dieser Kurs war so vielseitig begabt, dass nicht nur einmal der Satz kam: „... ich möchte gern noch mal etwas zum eigentlichen Thema sagen ...“

Auch die Arbeitsmoral war verblüffend. So konnten sie es sich doch tatsächlich leisten, statt Unterricht einmal mehr zu frühstücken oder auch nur einen Kaffee zu genießen. Wenn sie aber einmal richtig der Arbeitswahn packte, passierte es recht häufig, dass sie ihre Diskussionen auf den Abend verlegten. Dann trafen sie sich in des Meisters Haus und bei Wein, Bier und einer Kleinigkeit für das leibliche Wohl vertieften sie dort ihre historischen Gedanken. Diese „vergeistigten“ und geselligen Abende genossen alle wohl am meisten.

Die Ergebnisse ihrer Forschungen waren zumeist recht beachtlich. So stellten sie unter anderem fest, dass eine der wichtigsten Personen deutscher Geschichte in den meisten Geschichtsbüchern unterschlagen wird: „KONRAD BRÜNING“. Und durch solch phänomenale und grundlegende Feststellungen geschah es immer häufiger, dass zwei berühmte Gasthörer an ihren Sitzungen teilnahmen, die Herren Haffner und Schulze, die sogar noch die Meinungsbildung einiger LK-Teilnehmer in „unerlaubter“ Weise beeinflussen wollten.

Einem der Kursteilnehmer gefiel diese Atmosphäre gar so gut, dass er sich spontan entschloss, noch ein weiteres Jahr diese „Meisterlichkeit“ zu erleben. Auf diesem Weg wünscht der Kurs ihm dabei viel Glück!

Auch ihrem Meister will der Kurs recht herzlich für zwei Jahre unvergesslicher Historie danken, und bescheinigen, dass er im ersten Anlauf die Meisterprüfung für ABI-Jahrgänge „de Luxe“ und mit „summa cum laude“ bestanden hat.

Es hat uns allen viel Spaß gemacht. Dafür Danke!

Eine Freundin und Beobachterin über knapp zwei Jahre