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Physik – die Lehre der Mechanik, die Lehre vom Licht, die Lehre von Atomen!

Für unseren Physik LK jedoch eher die absolute Leere von der Frage: „Wann ist das nächste Kurstreffen? Wann gehen wir wieder auf Gunnars Kosten Eis essen oder wann wird das nächste Experiment in die Luft gejagt?

Trotz alledem war unser Kurs doch sehr aufschlussbereit, Schüler kamen, Schüler gingen.

Fingen wir doch in einer bestimmten Kombination von Schülern an, so hörten wir doch in einer anderen Kombination von Schülern und einer „Quotie" wieder auf.

Geprägt war unser Unterricht von unzähligen Experimenten mit Geräten, die Jens doch so gern hatte, dass seine heiße Liebe zu diesen, einige zum Dahinschmelzen oder gar zum Explodieren brachte.

Doch zum Glück gab es den Physik-Hai, der auf solche Fälle spezialisiert war und bei etwaigem Materialverlust mit einem doppelten „Whoooaaa" - Sound darauf hinwies, dass es Zeit wurde für die mutwillige Zerstörung einen kleinen Obolus einzufordern.

Unsere Hai-Kurskasse füllte sich aber eher durch notorische Zuspäterscheiner, die für ihren Langzeitschlaf büßen sollten und durch typische Macho-Sprüche, die „Quotie" ein ums andere Mal als Ziel hatten.

Für jeden - unserer zukünftigen, in Amerika arbeitenden Hi-Tech-Waffenerfinder - war es doch ein einzigartiges Erlebnis, ins Kernkraftwerk nach Brockdorf zu fahren und die dortige „latest fashion" zu tragen, um dann in der elegant weißen, schlicht gehaltenen Tracht im Gänsemarsch bis auf 10m Sichtlinie an die Brennstäbe heranzukommen. Nur getrennt von einigen Litern Bor-angereichertem Wasser, verließen einige unserer strahlenden Truppe dann doch den Hochsicherheitstrakt mit einer leichten Kontermination (Verstrahlung). Beängstigend hingegen war nicht die Kontermination, sondern eher große, uns verfolgende Käfer außerhalb des Kraftwerkes, die eigentlich zehn Mal kleiner hätten sein sollen. Ansonsten wäre nur anzumerken, dass „Quotie" mal wieder nicht mitkommen durfte, da sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht 18(!) war. Schade Maike Quotie!

Wieder zu Hause wurde dann im folgenden Jahr so einiges klar. Van Lindts strahlendes Lächeln kommt von allgemeines „GAUs" in den 60ern, genauso wie der schon leicht eingetretene Haarausfall.

Ein Highlight in unserer 2-jährigen Frage nach dem „Warum" und der Antwort: „Maik, verdammt noch mal, es ist nur ein Gedankenexperiment!", war der Millikan Versuch zur Bestimmung von, von, von... (Tut mir leid, wir haben’s vergessen... na ja, war ja auch ne lange Zeit). Jedenfalls sind unsere, einige Seiten umfassenden Versuchs-Berichte bis zum heutigen Tage auf mysteriöse Weise verschollen geblieben, und das seit 12.1 !!!

Man muss zu unsrem Unterricht natürlich sagen, dass es nicht immer leicht für uns war, da die dänische Minderheit in unserem Kurs auf eine Person (Gunnar „Crusty van Copperlindt") beschränkt war. Dieser brachte doch des öfteren einige, aus seinem noch aus dänischen Lehrerzeiten im Besitz befindlichen, dänische Seiten in den Unterricht ein und zauberte so einige Erkenntnisse herbei, die man als einfacher Lehrling mit bloßem Auge gar nicht erkennen konnte. Wenn dann den Kurs nach zwei (!) , innerhalb von drei (!) Minuten, vollgeschriebenen Tafeln der Mut zu verlieren drohte, versuchte van Lindt uns mit netten „Sätzchen" ( „Ihr seht, das geht hier jetzt richtig lustig ab!" ) wieder aufzuheitern.

Zur Abi-Vorbereitung gab es dann für uns nur die Beteuerungen: „Noch habe ich keinen Anruf aus Kiel, also wird das ganz einfach für euch!" Trotz alledem ließen wir uns dann aber doch nicht vom Lernen abhalten.

Für diese 2 explosiven Jahre möchte sich daher dieser Kurs bedanken und sagt: „Möge die Kernkraft mit dir sein, junger Lindt!"

In relativer Vertretung des Kurses: Maik B.